Hochfrequenzanalyse
Im Rahmen der Hochfrequenzanalyse wird eine HF-Echtzeit-Differenz-Spektrumanalyse des objektspezifischen Frequenzspektrums mit Außen-Innenvergleich bis 8 GHz durchgeführt. Bei Rahmen Hochfrequenzmessung werden sämtliche digitalen und analogen Signale im gesamten Prüfareal in Echtzeit gemessen und entsprechend verglichen. Bei der Überprüfung des ortsüblichen Frequenzspektrums wird eine computergestützte Differenzmessung durchgeführt. Hierbei wird zunächst eine Nahfeldmessung in den auf Lauschmittel und Abhörgeräten zu kontrollierenden Räumlichkeiten durchgeführt, die alsdann mit den in der Umgebung üblichen HF Sendern abgeglichen werden. Daher ist der Außen- und Innenvergleich von größter Wichtigkeit, um mögliche Differenzen feststellen zu können.

Zur Hochfrequenzanalyse werden omnidirektionale Spezialantennen eingesetzt, die einerseits in dem zu überprüfenden Raum aufgebaut werden und andererseits außerhalb des Raumes installiert werden müssen. So kann durch eine in Echtzeit zeitgleich durchgeführte Messung untersucht werden, ob innerhalb des Raumes andere Werte vorhanden sind als außerhalb. Sofern bestimme Baureihen von Abhörgeräten in den Räumen vorhanden sein sollten, lässt sich dieses durch eine Hochfrequenzanalyse im Außen-Innenvergleich nachweisen. Insbesondere lässt sich nachweisen, welcher der detektierten elektromagnetischen Werte in dem Raum erzeugt wurde und welcher von außerhalb stammt, wobei die im Außenbereich festgestellten Werte als Normalwerte gelten, die als Sollwerte mit den Istwerten im Raum abgeglichen werden.

Im Rahmen dieser notwendigen Überprüfung auf das Vorhandensein von Abhörgeräten und Lauschmittel, wird ein Frequenzbereich von 20 MHz bis 8 GHz gescannt und analysiert. Hierbei werden automatisch die festgestellten Spektren untereinander verglichen, um relevante Emissionen zu detektieren, deren physikalische Pegeltrends sich entgegen der äußeren Einstrahlung verhalten. Dabei werden ausschließlich Träger berücksichtigt, die im Innenbereich ein stärkeres Signal anzeigen, als aus dem Außenbereich. Dieses hängt damit zusammen, dass die mit einem stärkeren Signal aus dem Innenbereich behafteten Träger folglich aus dem Nahfeld des zu untersuchenden Raumes gesendet werden, oder aber zumindest den allgemeinen Ausbreitungtrends wiedersprechen. Die Messergebnisse werden in Form eines Differentialvergleiches dargestellt und auch entsprechend dokumentiert. Das Sachverfahren selber ist modulationsunabhängig. Die Untersuchung der Lauschabwehrelektroniker im Rahmen der Lauschabwehr beinhaltet dabei auch eine Analyse der einzelnen HF Feldstärkemessungen. Insbesondere werden hier auch Reflektionen oder Wellenüberlagerungen untersucht, um festzustellen welche Ursachen mögliche Messergebnisse bieten.
Eine solche Hochfrequenzanalyse des objektspezifischen Frequenzspektrums lässt sich nicht mit einfachen Feldstärkemessgeräten durchführen, die im Handel bei Spyshops und sonstigen Elektronikläden immer wieder zur Suche nach Abhörgeräten angeboten werden. Ein solches einfaches Feldstärkemessgerät würde je nach Gegebenheiten und besonderen Konstellationen des Umgebungsareals automatisch falsche Messergebnisse aufweisen und dadurch zunächst suggerieren, dass eine Wanze oder ein sonstiger Sender im Nahfeldbereich vorhanden wäre, obschon gar keiner da ist. Um diese falsche Schlussfolgerung auszuschließen, ist eine Hochfrequenzanalyse in Echtzeit mit einem Spektrumanalyzer unumgänglich.













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