Lauschabwehr und Schwachstellenanalyse

Eine Lauschabwehr beinhaltet alle Gegenmaßnahmen, um das Abhören von geheimen, höchst sensiblen oder privaten Informationen zu verhindern bzw. aufzudecken. Eine Lauschabwehr ist quasi eine technische Inspektion Ihrer gesamten Räumlichkeiten und der Rauminhalte auf das Vorhandensein von Lauschmitteln aller Art. Im Rahmen der Lauschabwehr wird der eingesetzte Techniker darauf achten, alle möglichen versteckten Überwachungsgeräte (Wanzen) zu detektieren, technische Sicherheitsschwächen aufzudecken und technische Sicherheitsrisiken zu entdecken. Ein Lauschabwehrspezialist wird im Rahmen seiner Untersuchung gleichzeitig eine Schwachstellenanalyse auf Sicherheitsschwächen vornehmen, der beispielsweise aufdie Schlösser, Alarmanlagen oder sonstige technische Systeme des Unternehmens unterzogen werden.

Schwachstellenanalyse

Eine Schwachstellenanalyse wird häufig im Vorfeld vor einer Lauschabwehrmaßnahme durchgeführt. Der Spezialist für Lauschabwehr wird dabei die zu untersuchenden Örtlichkeiten ausführlich auf Schwachstellen kontrollieren, wie z.B. vorhandene technische Systeme, Schlösser, Türen, Alarmanlagen, Videokameras, Telefonsysteme, Schranken, interne Networks und die Computersicherheit. Am Ende einer solchen technischen Schwachstellenanalyse wird ein Bericht gefertigt mit Hinweis auf Sicherheitslücken und unbedingt zu behebenden Sicherheitsschwächen. Eine solche Schwachstellenanalyse kann der Unternehmenssicherheit dabei helfen, den eigenen Sorgfaltspflichten dem Unternehmen gegenüber zu genügen.

Im Rahmen der Schwachstellenanalyse werden Fragen aufgeworfen, wie

  1. Wer hätte ein gesteigertes Interesse daran, das Unternehmen auszuspionieren und Betriebsgeheimnisse zu ergründen?
  2. An welcher Art Informationen könnten Dritte interessiert sein?
  3. Wo würden Industriespione einen Angriff planen?
  4. Wann und welcher Form ist ein Unternehmen angreifbar?
  5. Wie kann man angegriffen werden?
  6. Hat das Unternehmen tatsächlich den Sicherheitsschutz, den es haben sollte?

Die Formen der Lauschabwehr unterscheiden sich nach den Sicherheitsstufen und der entsprechenden Ausgangslage. So muss davon ausgegangen werden, dass Risiken in militärischen Einrichtungen, Rüstungsbetrieben, Behörden oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen höher anzusiedeln sind, als Risiken im Privatbereich. Im Rahmen der Lauschabwehrmaßnahme werden komplette Sweeps durchgeführt, bei denen letztlich Wände, Einrichtungsgegenstände, Möbel und nicht demontierbare Gerätschaften mittels Röntgentechnik untersucht werden, um Risikofaktoren festzustellen.

Das Auffinden möglicher Abhörgeräte , notwendige Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um Abhören zu verhindern, technische Kontrollen, sowie der Hinweis auf technische Sicherheitsgefahren werden ebenso untersucht wie physische Sicherheitslücken, die das technische oder physische Durchdringen einer Einrichtung erlauben würden. Die im Rahmen einer Abhörmaßnahme genutzten Sender und Wanzen werden häufig in Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens eingebunden, die sich von ihrer Bedienung, der Funktionsweise und der Optik von regulären Geräten nicht mehr unterscheiden. Telefonhörer mit fertig eingebauten Wanzen lassen sich inzwischen im Internet für jede gängige Telefonanlage der Welt einfach erstehen, wobei die integrierten Abhörgeräte in der Lage sind, als Raummikrofone missbraucht zu werden.

Telefone sind darüber hinaus dazu geeignet, Audiosignale unbemerkt nach außen zu übertragen, selbst wenn der Hörer aufliegt. Derartige technische Sicherheitsgefahren und die unbeabsichtigte Übertragung von Informationen stellen ein extremes Risiko dar, das es zu minimieren gilt. Hier steht die Arbeit eines auf Lauschabwehr und Abhörschutz spezialisierten Unternehmens an. Vertrauen Sie nicht blindlings irgendeiner Detektei, einer dubiosen Ltd oder selbsternannten Experten – vertrauen Sie nur Fachleuten, die ihr Wissen belegen können und das notwendige und fachliche Equipment für Lauschabwehr und Abhörschutz haben.